Chancen der europäischen Agrarpolitik
2016-09-08 Landwirtschaft CDU MSL 01

2016-09-08 Landwirtschaft CDU MSL 01

Münsterland. Auf einen fairen Ausgleich zwischen den Wettbewerbschancen der Landwirte, der Sicherstellung landwirtschaftlicher Produktion und der Einhaltung von Umweltschutzverordnungen zielt die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP). Über Marktordnungen für Agrarprodukte, Förderrichtlinien und künftige Marktaussichten referierte jetzt Dr. Jens Schaps, Direktor für die gemeinsame Organisation der Agrarmärkte bei der Europäischen Kommission, auf Einladung der CDU-Agrarausschüsse des Münsterlands.

„Die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln war noch nie so gut wie heute. Außerdem können wir sehr gute Ergebnisse in der Pflege der Kulturlandschaft vorweisen. Wir brauchen den aktiven Landwirt zur Stärkung der Region und müssen an den Direktzahlungen festhalten, um die Betriebe auch in Krisenzeiten zu stabilisieren“, betonte Schaps.

Den Bogen zur aktuellen Situation im Münsterland spannte die anschließende Diskussionsrunde mit den CDU-Agrar-Experten Markus Pieper MdEP, Christina Schulze Föcking MdL, Karl-Josef Laumann MdB und Johannes Röring MdB, die sich den Fragen der rund 40 anwesenden Landwirte stellten. „Das Münsterland ist auch dank unserer Landwirtschaft eine starke Region. Die Landwirte produzieren hochwertige Erzeugnisse unter Einhaltung höchster Verbraucher-, Umwelt- und Tierschutzstandards. Deshalb setze ich mich in Brüssel dafür ein, dass die EU-Fördermittel effizienter verteilt werden und auch zielgerichtet bei unseren Landwirten ankommen“, unterstrich Markus Pieper.

Nach den Regeln der Gemeinsamen Agrarpolitik 2014 – 2020 erhalten landwirtschaftliche Betriebe nur dann eine Prämie, wenn sie sich verpflichten, ökologische Maßnahmen, wie die Sicherstellung der Anbauvielfalt, den Erhalt ständiger Weideländer und die Schaffung ökologisch-orientierter Gebiete, durchzuführen. „So stellen wir eine praxisgerechte, nachhaltige und marktorientierte Landwirtschaft sicher“, machte Pieper deutlich.

Einig waren sich die Podiumsgäste darüber, dass die Fördersumme von derzeit 60 Milliarden Euro unverzichtbar für die Existenzsicherung der landwirtschaftlichen Betriebe sei. „Es gilt nun, übermäßige Bürokratie schnell abzubauen und unnötige Vorschriften auch durch vorherige Folgenabschätzung zu vermeiden“, entsprach Piper auch dem Wunsch der anwesenden Landwirte.

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