Unternehmensführung: Für freiwilliges soziales Engagement
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„Berichtspflichten zu Engagement im Umwelt- und Sozialbereich greifen stark in Unternehmenskulturen ein und gefährden sogar das freiwillige Engagement vieler Unternehmen. Wenn Firmen plötzlich über Weihnachtsfeiern oder Sponsoring Auskunft geben müssen, führt dies nur zu zusätzlicher Bürokratie und Kosten“, kritisieren die Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand (PKM Europe), Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU).

„Ein richtiger Ansatz der Kommission ist die Ausnahme für kleine und mittlere Unternehmen. Dennoch fordern wir Kommissar Barnier auf, die geplante Berichtspflicht zu überdenken.Der Schritt des Binnenmarktkommissars geht eindeutig zu weit. Soziales Engagement ist wichtig, aber deshalb muss man es nicht europaweit regulieren. Wir lehnen den Zwang zur Offenlegung nicht-finanzieller Informationen ab“, so Pieper und Ferber.

Der federführende Abgeordnete im Europäischen Parlament, Raffaele Baldassare, hat den Entwurf über die geplanten Auskunftspflichten zu sozialem Engagement veröffentlicht. Die Berichtspflicht für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern greift er nicht an. Der Vorschlag von Binnenmarktkommissar Barnier von April 2013 sieht vor, dass Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zukünftig vorgeschrieben wird, Berichte über Umwelt- und Sozialengagement vorzulegen. Damit wären kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausgenommen.

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