Flächendeckenden Breitbandausbau für den ländlichen Raum
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Das Münsterland-Netzwerk zeigt wieder Flagge in Brüssel und fordert den flächendeckenden Breitbandausbau auch für den ländlichen Raum. Dazu fand diese Woche in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Brüssel die Podiumsdiskussion mit dem Titel „Connecting Europe Failure – EU von morgen mit Breitband von gestern?“ statt. In der Debatte stellte sich rasch heraus, dass “die Idee einer EU-weiten Breitbandinfrastruktur ohne die Arbeit starker regionaler Betreiber nicht funktionieren kann”, so Dr. Stephan Albers. Albers ist Geschäftsführer des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO) und lebt mit seiner Familie selbst in Münster. Er zeigte auf, wie der Bedarf der nachkommenden Generation wirklich aussieht. “Das liebste Kind der Deutschen zwischen 14 und 35 ist nicht das Auto, sondern ein Glasfaseranschluss”, so der Münsteraner. Markus Pieper, Sprecher des Münsterland-Netzwerks und Mitglied des Europäischen Parlaments für das Münsterland, moderierte die Veranstaltung. Er schlug vor, dass die EU den Regionen den Austausch von “best-practice”- Lösungen ermöglichen sollte: “Die Kommission muss erkennen, dass ihr Vorhaben ohne den Einbezug und die Erfahrung der Regionen nicht funktionieren kann”, so Pieper.

Fast 70 Teilnehmer aus der Region folgten gespannt der Debatte zwischen Albers und Vertretern der verschiedenen Institutionen, Dr. Gunther Gratwohl (Ständige Vertretung der BRD in Brüssel), Martin Übelhör (Generaldirektion Connect der EU-Kommission) und Petra Kammerevert (Mitglied des Europäischen Parlaments).

Hintergrund: Das Münsterland-Netzwerk besteht seit 2004 und organisiert mehrmals im Jahr Events mit “regionalem Bezug” zu aktuellen Themen in Brüssel. Die 53 Mitglieder kommen vorwiegend aus den EU Institutionen. Aktiv sind aber auch Journalisten und Lobbyisten. Pieper über das Netzwerk: “Für uns Exil-Münsterländer ist es wichtig, die Interessen des Münsterlandes in Brüssel zu vertreten und ein Bewusstsein für die Region  zu schaffen”.

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