Europaparlament verabschiedet schärfere Regeln für Ratingagenturen
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Für Rating-Agenturen gelten künftig strengere Regeln. Dies beschloss das Europaparlament heute in Straßburg. Rating-Agenturen müssen sich künftig stärker verantworten, indem sie für Fehleinschätzungen haften. Markus Pieper (CDU), Europaabgeordneter aus dem Münsterland begrüßt das Ergebnis: „Fahrlässige oder absichtliche Fehleinschätzungen durch Agenturen gießen zu Zeiten der Finanzkrise zusätzlich Öl ins Feuer. Das darf nicht ungeahndet bleiben“.

Der Bericht des Europäischen Parlaments gibt klare Regeln vor für Agenturen wie Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s. Die Vorgaben beinhalten Strafen für Fehlbewertungen, die Offenlegung der Bewertungskriterien und feste Termine, in denen die Agenturen ihre Bewertungen abgeben dürfen. „Ich halte es für äußerst sinnvoll, Bewertungen zu Börsenzeiten zu verbieten, um die Finanzmärkte nicht zu verunsichern.“, kommentiert Pieper die Entscheidung des Parlaments.

Rating-Agenturen prognostizieren in ihren Bewertungen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Staat seine Schulden tilgen kann. Liegt eine schlechte Bewertung vor, sinkt das Vertrauen in die Kreditwürdigkeit. Viele Staaten innerhalb der Eurozone gerieten so erheblich unter Druck. Die neuen Regeln sollen schon ab Frühjahr 2013 gelten.

 

 

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