Jetzt kommt es knüppeldick für den Mittelstand: Neue Pflichten zur nachhaltige Berichterstattung!”
20-03-10 Pieper and Ferber Team pics-13

EU Kommission veröffentlicht Mitteilung zur EU-Taxonomie und der damit verbundenen Nachhaltigkeitsberichterstattung

Mit der Mitteilung zur EU-Taxonomie und der Nachhaltigkeitsberichterstattung möchte die Kommission festlegen, welche wirtschaftlichen Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zu den Zielen des Green Deal leisten. Die Sprecher des Parlamentskreis Mittelstand (PKM Europe), Dr. Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU), erklären dazu:

„Positiv zu bewerten ist, dass die Kommission bis Ende 2021 einen separaten Vorschlag vorlegen will, wie bestimmte Wirtschaftstätigkeiten im Energiesektor, insbesondere beim Thema Gas und Atomkraft, gehandhabt werden sollen. Das gibt Zeit, alle wichtigen Punkte sachlich und fachlich zu evaluieren und für eine nachhaltige Lösung zu streiten. Die geplante Richtlinie zur nachhaltigen Berichterstattung hingegen, kommt einem Schlag ins Gesicht des Mittelstands gleich. Mit Ausblick auf das Lieferkettengesetz, will die Kommission mittelständische Unternehmen zu noch mehr Bürokratie verdonnern. Zukünftig sollen Unternehmen ab 250 Mitarbeitern, knapp 50.000 Unternehmen in der EU, über die gesamte Bandbreite an Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen berichten. Ein Bürokratiemonster par excellence.“ sagt Dr. Markus Pieper (CDU), Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe (PKM Europe).

Markus Ferber (CSU), Ko-Sprecher des PKM Europe, fügt hinzu: „Das Lieferkettengesetz steht noch nicht mal, da greift die Kommission mit der geplanten Richtlinie zur nachhaltigen Berichterstattung den zu erfüllenden Berichtspflichten in globalen Lieferketten bereits vor. Das Chaos perfekt macht dann die Beziehung der Richtlinie zur nachhaltigen Berichterstattung mit der EU-Taxonomie. Die Ausweitung der Vorschriften auf eine Vielzahl von Unternehmen im deutschen und europäischen Mittelstand, die von all dem noch nie etwas gehört hat, ist nahezu fahrlässig. Das nenn ich nachhaltig, nachhaltig bürokratisch. Anstatt sukzessive, sachlich und sauber ein Regelwerk auf die Beine zu stellen, überfordert die Kommission damit nicht nur jeden Mittelständler, sondern sicherlich auch den ein oder anderen langedienten Unternehmensanalysten. Damit erweist die Kommission allen Betroffenen einen Bärendienst.“