Mehrwertsteuern: Parlament will einfache Regeln für den Mittelstand
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Das Europäische Parlament stimmt heute über die Mehrwertsteuerrichtlinie ab. Die Mittelstandssprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU) begrüßen das Ergebnis ausdrücklich: „Das Geld und die Zeit, die der Mittelstand für die Erfüllung von Mehrwertvorschriften ausgibt, ist bei kleinen und mittleren Unternehmen beträchtlich höher als bei großen Unternehmen.“ Aus diesem Grund enthält die Mehrwertsteuerrichtlinie eine Reihe von Bestimmungen zur Entlastung von KMU. Insbesondere können die Mitgliedstaaten kleinen Unternehmen eine Mehrwertsteuerbefreiung gewähren, wenn sie einen bestimmten Jahresumsatz, der von Land zu Land unterschiedlich ist, nicht überschreiten.

Der Parlamentskreis Mittelstand Europe setzt sich seit geraumer Zeit für aufstrebende Unternehmen ein, die durch ihr Wachstum nicht mehr von den Vorteilen für KMU profitieren, obwohl sie noch immer dieselben mittelständischen Strukturen haben: „Dass expandierende KMU nicht gleich das Recht auf Vereinfachungsmaßnahmen verlieren sollen, sobald der Schwellenwert für die Steuerbefreiung überschritten ist, sondern erst zwei Jahre danach, ist ein hervorragendes Ergebnis,“ resümieren Ferber und Pieper.

Auch sollen Mitgliedstaaten kleinen Unternehmen zukünftig Vereinfachungen bei der Mehrwertsteuererklärung anbieten. Nach Vorstellung des Parlaments befreien die Mitgliedstaaten die kleinen Unternehmen gänzlich von der Abgabe einer Mehrwertsteuererklärung oder ermöglichen ihnen zumindest eine Vereinfachung.

Zudem fordert das Parlament von den Mitgliedstaaten, endlich auf das Gas zutreten, um bis 2020 eine zentrale Anlaufstelle für Mehrwertsteuererklärungen für KMU – sogenannter One-stop-shop – in der EU einzurichten. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen: Der Rat, dem bei Steuerfragen die Federführung obliegt, beginnt jetzt auf der Grundlage der Vorschläge des Parlaments seine Arbeit.

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