Statement zu Europaparlament und Aktuelle Stunde Dieselfahrzeuge
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Zur laufenden aktuellen Stunde des Europaparlaments zu Dieselfahrzeugen sagte der Europaabgeordnete Markus Pieper (CDU):

“Die europäische Dieseldiskussion ist einseitig und auf die Lage in Deutschland reduziert. Natürlich stehen deutsche Autobauer zu Recht am Pranger und Betrug muss hart bestraft werden. Jedoch kommt die Debatte im Europaparlament teilweise einer Hexenjagd auf den Diesel und die deutsche Automobilindustrie gleich. Dabei tragen so gut wie alle europäischen Autohersteller Verantwortung dafür, dass in so gut wie allen EU-Mitgliedsländern Grenzwerte für Stickoxide überschritten werden.“

In 23 von 28 Mitgliedsstaaten werden die Grenzwerte für die Luftverschmutzung durch Stickstoffdioxid (NO 2) nicht einhalten. Hier muss die EU-Kommission Fahrverbote genau so wie in Deutschland prüfen. Ebenso vermisse ich bei der Aufklärung den Blick der Kommission auf andere europäische Hersteller. Warum spricht in Deutschland und Brüssel keiner über Nachrüstaktionen bei Fiat, Volvo oder Renault, die gerade in den letzten Abgasvergleichen gegenüber Mercedes oder VW erschreckend schlecht abgeschnitten haben? Wir brauchen einen gesamteuropäischen Ansatz, den die EU-Kommission verbindlich koordinieren muss.

Zudem nehmen die Anti-Dieselfanantiker nicht zur Kenntnis, dass allein in Deutschland die Stickoxid-Emissionen in den letzten 30 Jahren um 60 Prozent gesunken sind. Nicht gestiegen. Quoten für Elektroautos würden dazu in schlimme Abhängigkeiten führen. Öl und Gas bekommen wir aus mehr als 15 Regionen der Erde, die seltenen Erden für die Batterie im Elektroauto nur aus China. Auch deshalb muss Europa den Strukturwandel zu erneuerbaren Antrieben technologieoffen betreiben. E-Mobilität, synthetische Kraftstoffe, Hybrid – und auch neue Dieselmotoren. Denn sonst ist dieser Strukturwandel nicht bezahlbar. Und ohne Dieseltechnologie wird es auch nichts mit den CO2-Zielen.“

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