Kommission lässt sich vom Schein der amerikanischen Start-Up-Welt trügen
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Die heute vorgestellte Start-Up-Initiative der EU-Kommission will insbesondere neugegründete IT-Firmen in der Wachstumsphase unterstützen. Die Europaabgeordneten Markus Ferber (CSU) und Markus Pieper (CDU), Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand, bedauern die Einseitigkeit der Initiative: „Dass sich die Initiative überwiegend auf neue, technisch basierte Unternehmen fokussiert, sendet die falschen Signale an die Unternehmen Zuhause.“

„Der Traum vom Silicon Valley lenkt die Kommission anscheinend davon ab, sich auf die wahren Probleme vor Ort zu konzentrieren,“ so die Mittelstandspolitiker ferner.  Der Großteil der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) setzt auf klassische Geschäftsmodell und hat Probleme mit konkreten EU-Vorgaben wie dem Emissionshandel, uneinheitlichen Vorgaben für Recycling-Quoten oder unverhältnismäßigen Bürokratieauflagen für Versicherungsagenturen. Deshalb fordern Markus Ferber und Markus Pieper: „Wir müssen unseren eignen Weg in Europa finden. Wir brauchen einen horizontalen KMU-Ansatz, keine einmalige und einseitige Initiative.  Jede Gesetzgebung sollte auf die Bedürfnisse der kleineren Unternehmen angepasst sein.“

Wie auch bereits bei der Kapitalmarktunion beschränkt die Kommission sich wieder auf alternative Finanzierungsquellen –  wie der Stärkung des Risikokapitals. „Mittelständler beziehen ca. ¾ ihrer Finanzierung von der klassischen Hausbank. Diese geraten durch Negativ- und Niedrigzinspolitik zunehmend unter Druck. Es ist sehr enttäuschend, dass die Start-Up-Initiative nicht auch hier ansetzt,“ so die Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand.

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