MIT NRW Report: Berufsausbildung: Duales System als Vorbild in Europa
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„Das ist ein Modell auch für Frankreich“, begeisterte sich Elisabeth Morin-Chartier, Europaabgeordnete aus Westfrankreich. „Die Arbeitsteilung zwischen Staat, Wirtschaft und Gewerkschaften ist das Geheimnis der niedrigen Jugendarbeitslosigkeit“, ergänzte Januzs Lewandowski, Europaabgeordneter aus Polen und ehemalige EU-Kommissar. 25 Europaabgeordneten aus 12 EU-Ländern nutzten die Vorstandssitzung der Europäischen Volkspartei zur „Wettbewerbsfähigkeit der EU“ in Köln, um sich im Beisein von Ford-Deutschland Chef Bernhard Mattes gezielt im Dualen Ausbildungszentrum bei Ford zu informieren. Besonders beeindruckte die Abgeordneten, dass in Deutschland Wirtschaft und Gewerkschaften die Ausbildungsinhalte gemeinsam bestimmen. Und auch die Arbeitsteilung zwischen Staat und Wirtschaft durch Berufsschulen und Ausbildung im Betrieb gibt es nur in ganz wenigen europäischen Ländern. „Dort, wo das Duale System besteht, ist die Jugendarbeitslosigkeit gering“, so der münsterländische Europaabgeordnete und Sprecher des PKM Europe Markus Pieper. Durch die Durchlässigkeit des Bildungssystems können die Auszubildenden von heute auch attraktive Ingenieursabschlüsse anstreben, so der Ford-Ausbildungsleiter Volker Theißen. Da der Wettbewerb um junge Menschen „voll entbrannt“ sei, würden immer mehr Firmen auch ein Duales Studium finanzieren, mit enger Rückkopplung an die Erfordernisse im Unternehmen. „Wir konnten durch den Besuch wichtige Impulse für den Aufbau dualer Bildungsstrukturen auch in anderen europäischen Ländern geben. Außerdem haben wir viel Verständnis für Situation in Deutschland erreicht. Und sicher auch das Image des Deutschen Meisterbriefes bei der EU-Kommission gefestigt“, resümierte Pieper mit Blick auf diverse Angriffe auf die deutschen Zugangsvoraussetzungen für bestimmte selbständige Berufe.

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