EU will den Digitalen Binnenmarkt schaffen
featured_pieper

Die Europäische Kommission stellt morgen ihre Strategie für den digitalen Binnenmarkt vor. Digitale Dienstleistungen sollen über Landesgrenzen hinweg und ohne Schranken verfügbar sein. “Wir brauchen endlich einheitliche Regelungen für Telekommunikationsdienstleistungen, Urheberrechte, IT Sicherheit und Datenschutz. Die Digitalisierung bietet gerade kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) neue Chancen. Bislang unterschiedliche Online-Vertragsvorschriften oder Regelungen zur Paketauslieferung halten beispielsweise Verbraucher davon ab, im Ausland einzukaufen. Einheitliche Regelungen könnten den Kundenstamm damit erheblich erweitern. Allerdings darf das Wachstum von innovativen Wirtschaftsbereichen und Produkten nicht die Datensicherheit beeinträchtigen. Geplante Reformen des Urheberrechts oder der Telekommunikationsvorschriften dürfen nicht zu gläsernen Unternehmen führen”, so Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU), die Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe.

Neben dem Abbau von Geoblocking und der Überarbeitung der Telekommunikationsvorschriften sollen auch im Bereich der Mehrwertsteuer Änderungen kommen. KMU und Start-Ups könnten so beispielsweise von der geplanten Vereinfachung der Mehrwertsteuer-Regelungen profitieren und leichter am Internethandel teilhaben. Ein Mini-One-Stop-Shop für Unternehmen, wie es ihn schon beim Verkauf von digitalen Produkten gibt, könnte hier auch für “physische” Produkte eingeführt werden. Bei Verkäufen ins Ausland könnte ein deutscher Unternehmer damit zentral an eine Stelle in Deutschland Steuererklärungen auf elektronischem Weg übermitteln und müsste nicht in jedem Staat seines jeweiligen Kunden Steuererklärungen einreichen.

Veröffentlicht in ,

Das könnte Sie auch interessieren

Welt: USA drohen deutschen Auftragnehmern von Nord Stream 2

26. Juli 2020

Westfälische Nachrichten: Jetzt rebelliert das EU-Parlament

23. Juli 2020

Lassen die Abgeordneten den Deals des EU-Gipfels scheitern? – Tiefe Verärgerung über Haushalts-Kürzungen

Rheinische Post: Reformen anstatt neuer Schulden

20. Juli 2020

Gastbeitrag „Ehrliche Reformen statt neuer Schulden“

Neue Osnabrücker Zeitung: Arbeitet Brüssel zu schlampig?

14. Juli 2020

Bei Folgenabschätzungen fallen fast 30 Prozent der EU-Gesetze durch