Gegen Berichtspflichten zu sozialem Engagement
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Der Parlamentskreis Mittelstand der CDU/CSU-Gruppe (PKM Europe) lehnt Berichtspflichten über das Engagement von Unternehmen im Umwelt- und Sozialbereich ab. Die Sprecher des PKM Europe, Markus Pieper und Markus Ferber, kritisieren: „Unternehmen zu zwingen, ihre nicht-finanziellen Informationen offenzulegen, schafft nur neue Bürokratie. Während die CDU/CSU-Gruppe die geplanten Auskunftspflichten ablehnt, wollen Grüne und Sozialdemokraten diese Pflicht sogar auf Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern ausdehnen und die Lieferkette miteinbeziehen.“ Die Mittelstandssprecher sind sich einig: „Zusätzliche Berichtspflichten sind der rot-grüne Beitrag zum Bürokratie-Europa. Wir müssen die Wirtschaft ent- und nicht belasten.“

Zur Richtlinie über die „Offenlegung nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Gesellschaften und Konzerne“ traf sich der PKM Europe jetzt mit  Wirtschaftsvertretern (Bundesverband der Deutschen Industrie,  Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, vbw – Die bayerische Wirtschaft) sowie weiteren Mitgliedern des PKM Europe, Thomas Mann und Dr. Dieter- Lebrecht Koch. „Wohltätiges Handeln von Unternehmen nach innen und außen darf in einer freien Gesellschaft nicht befohlen werden! Daher lehne ich die nun vorliegenden Berichtsentwürfe aus den Ausschüssen des Europäischen Parlaments ab“, so der Vizepräsident im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, Thomas Mann, abschließend.

Hintergrund:
Der Vorschlag von Binnenmarktkommissar Barnier von April 2013 sieht vor, dass Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zukünftig vorgeschrieben wird, Berichte über Umwelt- und Sozialengagement vorzulegen. Der Berichterstatter im Europäischen Parlament, Raffaele Baldassarre (EVP), unterstützt diesen Vorschlag.

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