Westfälische Nachrichten: Mehr Ertrag auf weniger Flächen
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Landwirte diskutieren mit Politikern über ihre Zukunft

Von Maria Conlan

MÜNSTER. „Bauern gehören zur DNA der CDU“, erklärte Karl-Josef Laumann vor über 40 Landwirten am Donnerstagabend im ehemaligen ABC-Schützenhof. Die CDU Münsterland hatte zu einem Ausblick auf „Landwirtschaft 2020 – Perspektiven der europäischen Agrarpolitik“ eingeladen. Gast aus Brüssel war Dr. Jens Schaps , Direktor für die gemeinsame Organisation der Agrarmärkte bei der Europäischen Kommission.

Nach seinem Bericht zur aktuellen Agrarpolitik diskutierten Politiker und Landwirte über Förderpolitik, Bürokratie, Image, Mitspracherecht und EU-Agrarpolitik. Vertreter der CDU von Landes-, Bundes- und Europaebene waren auf dem Podium vertreten: Die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking, Vorsitzende des Bundesfachausschusses für Landwirtschaft, der Bundestagsabgeordnete und Präsident des Westfälisch – Lippischen Landwirtschaftsverbandes Johannes Röring, der Europaabgeordnete und Mittelstandssprecher der Europäischen Volkspartei Dr. Markus Pieper, sowie Karl-Josef Laumann, Staatssekretär und Bezirksvorsitzender der CDU Münsterland.

Schaps sprach sich vehement gegen eine Abschaffung der Direktzahlungen an die Landwirte aus, für die momentan 60 Milliarden Euro Fördergelder zur Einkommensstützung bereit ständen. Für ihn sei dies überlebenswichtig für Betriebe, gerade in Hinblick auf Krisen der Milchwirtschaft und mieser Getreideernte.

Die Landwirte appellierten eindringlich an die Politiker, die Antrags-Bürokratie zu reduzieren und effektiver zu unterstützen. Schaps betonte: „Die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln war noch nie so gut wie heute“. In Zukunft werde auf weniger Flächen mehr Ertrag erwirtschaftet werden müssen. Er ermutigte die Landwirte zu Innovationen und sieht im ökologischen Anbau eine Alternative. Laumann hielt dagegen, dass auch die Landwirtschaft mit moderner Entwicklung mitgehen müsse, um bestehen zu können.

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