Die Glocke: Münsters Rathaus ist Kulturerbe Europas
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Brüssel/Münster (gl) – Münsters Rathaus des Westfälischen Friedens ist in den Kreis der europäischen Kulturerbestätten aufgenommen worden. Am Mittwochabend nahm Oberbürgermeister Markus Lewe in Brüssel das entsprechende Siegel entgegen.Auch Osnabrücks Rathaus erhielt die Ehrung.

Neben Münster und Osnabrück bekamen 15 weitere europäische Stätten das Siegel – darunter die Abtei Cluny in Frankreich und das “Herz des antiken Athen”. Aus Deutschland war nur noch das Hambacher Schloss dabei. Das Europäische Kulturerbe-Siegel wird seit 2006 an für Europa bedeutende Kulturdenkmale, Kulturlandschaften und Gedenkstätten verliehen, seit 2011 als Initiative der EU.

Bei dem Festakt in der Bibliothek Solvay in Brüssel hob Oberbürgermeister Lewe nach Angaben der Stadt Münster die mit dem Kulturerbe-Siegel verbundene Selbstverpflichtung der Stadt hervor, weiterhin an der Profilierung Münsters als Stadt des Westfälischen Friedens zu arbeiten und im Engagement um das baukulturelle Erbe der Stadt nicht nachzulassen.

Das Kulturerbe-Siegel wurde der Stadt Münster zufolge in diesem Jahr erstmals nach neuen, strengeren Wettbewerbskriterien verliehen. Voraussetzung war demnach die Nominierung auf Landesebene und das Votum der Kultusministerkonferenz des Bundes.

Auch der aus dem Münsterland stammende Europaabgeordnete Markus Pieper (EVP/CDU) sagte zu der Verleihung: „Diese Auszeichnung ist auch Rückenwind für unsere politische Arbeit in Brüssel.“ Das EU-Siegel würdige die zentrale Bedeutung des Westfälischen Friedens bei der Entwicklung einer europäischen Friedensordnung in Europa und trage zu seiner Bekanntheit in Europa bei. „Das war der erste Friedensschluss bei dem die kleinen Staaten gleichberechtigt am Tisch saßen. Genau diese Gleichberechtigung aller Staaten ist heute eines der Grundprinzipien der Europäischen Union“, unterstrich Pieper.

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