Westfälische Nachrichten: Wahlkampf-Auftakt der Münsterland-CDU
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Wahlkämpfer für die Region: Konrad Püning, Dr. Olaf Gericke, Dr. Kai Zwicker, Karl-Josef Laumann, Dr. Markus Pieper und Markus Lewe (v.l.) Foto: Jürgen Peperhowe

Plädoyer für eine starke Region

Das Münsterland ein Ort, an dem es sich prima leben und gut arbeiten lässt: Die regionale Karte spielte die Münsterland-CDU am Freitag in Münster bei ihrem Auftakt zum Europa- und Kommunalwahlkampf in Münster.

Klar, dass Bezirkschef Karl-Josef Laumann für seine Partei daraus Auftrag und Anspruch ableitete: „Nur die CDU ist in der Lage, hier Politik aus einem Guss zu machen“, betonte er.

Doch: Regionen stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Auch vor dem Münsterland macht der demografische Wandel nicht halt. Die Bevölkerung, sie altert und schrumpft – in der Summe. „Wie aber bauen wir die Gesellschaft vor diesem Hintergrund um?“, fragte Dr. Wilfried Kösters, Demografie-Experte aus Bergheim mit Wurzeln in Rheine. Sicher sei: „Wir können auf kein Kind verzichten.“ Eine seiner zentralen Schlussfolgerungen: Regionen müssen alles daransetzen, um für die Menschen attraktiv zu bleiben.

Was also tun?, fragte Dr. Norbert Tiemann, Chefre­dak­teur unserer Zeitung, der die Veranstaltung moderierte. Die Antwort war vielgestaltig.

Das Münsterland mehr als Wirtschaftsraum begreifen, „im Wettbewerb der Regionen mithalten“ und „die Erfolge verteidigen“, forderten die Hauptgeschäftsführer von IHK und Handwerkskammer , Karl-Friedrich Schulte-Uebbing und Hermann Eiling.

Zudem: erfolgreich und ge­meinsam (!) Po­litik machen. Die Landräte Dr. Kai Zwicker (Borken), Konrad Püning (Coesfeld), Thomas Kubendorff (Steinfurt) und Dr. Olaf Gericke (Warendorf) legten ein Bekenntnis für die Regi­on ab, die mehr sei „als eine geographische Einheit“.

Was wäre Europa ohne seine Regionen? Gute Frage: Aus Sicht des CDU-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Dr. Markus Pieper, so etwas wie das Salz in der Suppe. In einer immer größer werdenden EU werde es aber immer wichtiger, sich als regionale Einheit zu begreifen und als solche mit ei­ner Stimme zu sprechen. Ansonsten drohe die Gefahr, überhört zu werden.

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