Westfälische Nachrichten: Münster-Lünen: Auf die Kosten kommt es an
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Zumindest politisch ist er gewollt: Eine zweigleisig ausgebaute Bahnstrecke zwischen Münster und Lünen gehört aus Sicht der EU-Kommission in das Programm für die gesamteuropäischen Verkehrsnetze. Mit der Aufnahme ins konkrete Ausbauprogramm für die Achse Nordsee-Baltikum ist allerdings noch nicht die schwierige Wirtschaftlichkeitshürde genommen. Nach Berechnungen der Bahn schlägt hier das Pendel nur leicht ins Plus, sodass jede Kostensteigerung die Balance ändern kann. Gespannt wartet man darum auch im Düsseldorfer Verkehrsministerium auf die Berechnungen, die die EU-Kommission anstellt. Wenn Brüssel den zweigleisigen Ausbau für förderwürdig hält, könnte der EU-Anteil bis zu 30 Prozent der Kosten betragen. Könnte – noch aber ist nichts entschieden.

Der CDU-Europaparlamentarier Markus Pieper betonte, damit EU-Geld fließe, müsse die Bahn sich für den Ausbau entscheiden. Es bedürfe zudem bis 2017 fertiger Pläne aus Düsseldorf und eines formalen Antrags aus Berlin. „Sonst ist der EU-Zug abgefahren.“

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