Westfälische Nachrichten: „Es geht nicht um Chlorhühnchen“
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Markus Pieper vermittelt Einblick in die Arbeit des Europäischen Parlaments

Lengerich – Was bringt die EU dem Münsterland? Fragen wie diese beantwortete Markus Pieper in geselliger Runde im „Centralhof“. Auf Einladung der Lengericher CDU vermittelte der Europaabgeordnete den Zuhörern einen Eindruck seiner Arbeit in Brüssel und stellte sich anschließend den Fragen des Publikums.

Zunächst berichtete er von der ereignisreichen Woche im Straßburger Parlament: „Ein zutiefst bewegender Moment“, beschrieb Pieper die minutenlangen Ovationen im Anschluss an die Rede des Papstes. Vom Misstrauensvotum gegen Kommissionspräsident Juncker über das geplante Freihandelsabkommen TTIP spannte der Europaabgeordnete nach Angaben der Christdemokraten den Bogen zur Region: „Es geht nicht um Chlorhühnchen oder Genfood, das steht gar nicht zur Debatte, es geht darum die EU zukunftsfähig zu machen.“

Davon profitiere auch das Münsterland, versicherte er den Zuhörern, und verwies auf die vielen mittelständischen Unternehmen in der Region, die durch vereinheitliche Industriestandards ihre Absatzmärkte signifikant erweitern könnten.

Ebenfalls profitiere das Münsterland von der Agrarreform, schnitt Pieper ein weiteres Thema an. Die Landwirtschaft der Region erhalte immer noch solide Unterstützung aus Brüssel, auch wenn sich manche die zugehörigen Bedingungen anders gewünscht hätten. In diesem Zusammenhang müsse besonders darauf hingewiesen werden, dass man auch in Brüssel mit parteipolitischen Unterschieden zu kämpfen habe. „Darum ist es umso wichtiger, auch die Europawahlen ernst zu nehmen“, appellierte Pieper.

Die Zuhörer nutzten anschließend die Chance, Fragen zu stellen. Von Agrarsubventionen über den Erhalt des dualen Systems bis zum Umgang mit dem Störenfried Großbritannien kamen viele Themen auf den Tisch, heißt es im Bericht des CDU-Ortsverbandes über die Veranstaltung.

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