Westfälische Nachrichten: CDU-Politiker aus dem Münsterland weiter im Europaparlament
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Der Abgeordnete Markus Pieper aus Lotte wird weiter die Interessen des Münsterlands im Europaparlament vertreten. Angesichts des Wahlergebnisses für die CDU dürfte Piepers sechster Platz auf der NRW-Landesliste ziehen.

Der Lotteraner zeigte sich gestern Abend „sehr zufrieden mit dem Ergebnis der CDU“, aber auch mit der vergleichsweise hohen Wahlbeteiligung bei der Europawahl. Fast 80 Prozent der deutschen Wähler hätten proeuropäischen Parteien ihre Stimme gegeben. Beides zusammen sei „ein tolles Signal für die EU.“

Das starke Ergebnis der AfD bedeute für die CDU, „dass wir die Anliegen der Menschen, die die AfD gewählt haben, ernster nehmen müssen“, erklärte er. Das gelte zum Beispiel für Sorgen vor einer Schuldenunion oder Ängsten vor einem Sozialleistungsmissbrauch in der EU. Die CDU müsse vielleicht künftig auch etwas deutlicher zeigen, dass sie trotz aller Erfolge „auch das eine oder andere in Brüssel zu kritisieren hat“. Das politische Konzept der AfD allerdings wäre „Harakiri für Deutschland“, meinte Pieper. Eine Zusammenarbeit seiner EVP mit der AfD im Europaparlament schloss Pieper daher „auf absehbare Zeit“ aus.

Als „verlorene Stimmen für unsere deutschen Interessen – etwa die Verteidigung des Meisterbriefes“ bezeichnete Pieper dagegen die Splitterparteien. Sechs deutsche Kleinstparteien konnten wegen des Wegfalls der Drei-Prozent-Hürde erstmals je einen Sitz im Europaparlament erringen.

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