Neue Osnabrücker Zeitung: Wieder in Straßburg – Groote und Pieper schaffen Einzug
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Von Tobias Böckermann und Christof Haverkamp

Osnabrück/Meppen. Bereits früh wussten die Europa-Abgeordneten Matthias Groote (SPD) und Markus Pieper (CDU), dass sie den Wiedereinzug ins Parlament schaffen würden. „Wir haben gut hinzugewonnen“, freute sich Groote, der in Ostrhauderfehn im Kreis Leer wohnt. Er sieht die SPD als Wahlgewinner und meint, der Erfolg habe einen Namen: Martin Schulz. Groote ist froh darüber, dass die Sozialdemokraten zugelegt und die Extremisten nicht die Überhand bekommen haben.

Sein CDU-Kollege Pieper zeigte sich erfreut, weil beim Wahlergebnis für Deutschland die europafreundlichen Parteien mit knapp 90 Prozent vertreten sind. Dies sei ein „starkes Signal“. Die CDU habe bundesweit so gut wie nicht verloren. „Also scheinen wir im Wahlkampf einiges richtig gemacht zu haben“, sagte Pieper. Selbstkritisch merkte er an, es wäre besser gewesen, wenn die CDU Unterschiede zur SPD deutlicher gemacht hätte, um mehr Profil zu zeigen. Pieper kündigte an, die Sorgen der Wähler der Alternative für Deutschland, etwa zur Gemeinschaft der Schulden und zum Sozialmissbrauch, ernst zu nehmen.

Lange zittern um den Einzug ins Parlament musste der emsländische CDU-Kandidat Jens Gieseke. Aufgrund des komplizierten Wahlmodus war sein Listenplatz vier in Niedersachsen unsicher. Für den dreifachen Familienvater war der Wahlkampf dennoch eine „tolle Erfahrung“: und ein Privileg. „Ich habe viele europäische Geschichten erlebt zwischen der Nordsee und Osnabrück. Europa ist bei den Menschen angekommen.“

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