Münsterländische Volkszeitung: CDU-Rheine veranstaltet ab Montag eine „Woche für Europa“
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RHEINE. Wegducken? Schweigen? „Wer als überzeugter Europäer nichts tut, der treibt mit im Meinungsschwarm der Europa-Gegner, womöglich gegen seine eigene Überzeugung.“ Die Pro-Europäer müssten jetzt aktiv ihre Überzeugung verteidigen, sagt Rheines CDU-Vorsitzender Norbert Kahle im Vorfeld der Europa-Wahl am 25. Mai. Viele Politiker, auch in den etablierten Parteien, neigten zu Europa-Kritik, „einfach um die Unpässlichkeit der Bürger einzufangen.“

Die CDU Rheine veranstaltet vom 5. bis 9. Mai eine „Woche für Europa“. Die Stimme Europas hat es als Stimme der Vernunft in Zeiten des Säbelrasselns um die Zukunft der Ukraine nicht gerade einfach. „Wir wollen mit unserer Veranstaltungsreihe die Errungenschaften der Europäischen Integration auf verschiedenen Ebenen herausstellen. Denn gerade in diesen Tagen ist die Besinnung auf diese Integrationskraft besonders wichtig“, betont Kahle.

Auf die Kraft der europäischen Idee verweist Elmar Brok, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, immer wieder in Gesprächen mit global maßgeblichen Akteuren. Mit ihm konnte die CDU Rheine einen der renommiertesten Europäer als Hauptredner der Abschlussveranstaltung am 9. Mai um 17 Uhr im Bürgerhof Schotthock gewinnen.

Den Auftakt der Reihe markiert die Eröffnung der Wanderausstellung „Stimme für Europa“ der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Familienbildungsstätte Rheine am 5. Mai (Montag).

Über „die Zukunft von Europas Streitkräften“ referiert am Dienstag (6. Mai) Marc Würfel-Elberg (Münster) ab 19.30 Uhr im City Club Hotel Rheine.

Der hiesige CDU-Europaabgeordnete Markus Pieper nimmt tags drauf am 7. Mai ab 19.30 Uhr, ebenfalls in der Familienbildungsstätte, die Bedeutung des europäischen Marktes für die regionale Wirtschaft in den Blick.

Den historischen Bogen, der angesichts der aktuellen Entwicklung in der Ukraine auch bedauerliche aktuelle Bezüge erkennen lässt, schlägt der renommierte deutsche Historiker Tillman Bendikowski. In seinem Bestseller „1914“ greift Bendi kows ki die Zweifel der aktuellen Geschichtsforschung auf und zeigt den Ausbruch des Ersten Weltkrieges aus der Perspektive derjenigen, die diese Zeit erlebten. Er macht sich auf die Suche nach vielschichtigen Erwartungen und Empfindungen, mit denen Menschen damals auf Kriegsgefahr und Kriegsausbruch reagierten. Die Lesung beginnt am 8. Mai um 19.30 Uhr in der Familienbildungsstätte.

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