CO2-Reduzierung für Kleintransporter
portrait-markuspieper3

Das Europaparlament hat mit seiner heutigen Abstimmung die Planungen der EU-Kommission gebremst, schon 2014 weitere Verschärfungen zur CO2-Reduzierung von Kleintransportern zu beschließen. Es verabschiedete eine neue EU-Richtlinie zu den CO2-Limits für leichte Nutzfahrzeuge, über die bereits eine Einigung mit den nationalen Regierungen (Rat) erzielt wurde.

“Wir bestehen darauf, den ambitionierten und realistischen Grenzwert von 147 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenen Kilometer bis 2020 zu erreichen. Im gleichen Atemzug jedoch schon 2014 noch einmal drastisch reduzierte, konkrete Grenzwerte ab 2020 anzukündigen, kommt für die Industrie und ihre Kunden eindeutig zu früh. Die erzielte Einigung ist letztlich ein Sieg der Vernunft”, so der Europaabgeordnete Markus Pieper (CDU), der das Dossier als Berichterstatter des Industrieausschusses betreut. Dies hätte die europäische Nutzfahrzeugindustrie global isoliert, so Pieper.

Die voreilige Forderung eines Zielkorridors von 105-120 g für 2025 ist somit vorerst vom Tisch. Die EU-Kommission wird den Zielkorridor zunächst überprüfen. Eine weitere Verschärfung der Grenzwerte ist nur auf Basis neuer Testverfahren zu verantworten. “Die Fahrzeugindustrie und ihre Kunden brauchen diese Planungssicherheit. Nur so können Hersteller letztlich marktreife Fahrzeuge mit ausgereifter und damit international konkurrenzfähiger Technologie entwickeln”, erklärt Pieper heute in Straßburg.

Bei den „Anrechnungspunkten“ (“Supercredits”) für Fahrzeuge mit besonders niedrigem CO2-Ausstoß haben sich die Unterhändler letztlich auf den Kommissionsvorschlag geeinigt: Besonders emissionsarme Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von unter 50 g sollen in diesem und im kommenden Jahr innerhalb ihrer Flotte mit dem Faktor 3,5 gewertet werden. Ab 2016 wird der Bonus auf den Faktor 2,5 verringert, ab 2017 auf 1,5. Ab 2018 gilt dann die einfache Anrechnung. Supercredits kommen zur Anwendung, wenn Fahrzeughersteller besonders CO2- arme Technologien nutzen. Die mehrfache Anrechnung dient somit als Anreizelement, da abgasarme Fahrzeuge den durchschnittlichen Flottenwert senken.

Das könnte Sie auch interessieren

DVZ: Europa-CDU will Importstrategie

21. Juli 2021

Grüne Transformation mittelstandsfreundlich gestalten!

14. Juli 2021

Europäische Kommission stellt „Fit-für-55-Paket“ vor „Gerade für energieintensive mittelständische Betriebe und Branchen ist die Planungs- und Investitionssicherheit zukunftsentscheiden.” stellt Markus Pieper (CDU), Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe (PKM Europe), vorweg. Darüber hinaus betont der Mittelstandsexperte: “Das vorgestellte Fit-für-55-Paket darf deshalb nicht dazu führen, dass Regelungen weiter fragmentiert werden und mittelständischen Betrieben durch immer neue Vorgaben…

EURAKTIV: EU-Abgeordnete blicken mit Spannung auf die Bundestagswahlen

13. Juli 2021

Parlamentskreis Mittelstand der CDU/CSU im Europäischen Parlament legt Themenschwerpunkte für das zweite Halbjahr 2021 fest

8. Juli 2021

Zweites Halbjahr läutet entscheidende Phase zur marktoffenen Ausgestaltung der parallelen grünen und digitalen Wende ein „Das Fit-für-55-Paket, das Paket zur Kreislaufwirtschaft, die geplante Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, das EU-Lieferkettengesetz, aber auch die EU-Mindestlohnrichtlinie sind nur einige der Themen, die uns im zweiten Halbjahr 2021 beschäftigen werden.” ordnet Dr. Markus Pieper (CDU), Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe…