Handelsblatt: „MADE IN“: EU-Parlamentsausschuss will Herkunftsbezeichnung
artikel-handelsblatt

Der EU-Verbraucherausschuss fordert die „Made in“-Angabe. „Der Verbraucher hat ein Recht zu wissen, woher seine Ware kommt“, sagt SPD-Abgeordnete Gebhardt. Dies könnte besonders kleinen und mittleren Unternehmen schaden.

Auf Produkten muss nach dem Willen des Verbraucherausschusses im Europaparlament künftig das Herkunftsland stehen. Das beschlossen die Abgeordneten am Donnerstag in Brüssel. Bisher ist eine solche „Made in“-Angabe freiwillig. Auch die Regeln zur Bestimmung des Herkunftslandes sollen präzisiert werden.

Große Teile der deutschen Industrie sowie der Industrie- und Handelskammertag wehren sich gegen die Pläne. Auch die EU-Abgeordneten Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU) monierten: „Kommission und Parlament schaffen durch die neue Regelung nur zusätzliche Barrieren, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.“

Die SPD-Abgeordnete Evelyne Gebhardt erhofft sich hingegen mehr Transparenz. „Der Verbraucher hat ein Recht zu wissen, woher seine Ware kommt“, forderte Gebhardt. „Wir brauchen deshalb endlich einen klaren und einheitlichen rechtlichen Rahmen für die Herkunftsbezeichnung von Produkten. Tricksereien bei der Angabe des Herkunftslandes darf es nicht mehr geben.“

Mit der Abstimmung im Ausschuss ist die Frage der Herkunftskennzeichnung noch nicht entschieden. Die Pläne benötigen die Zustimmung des Plenums und der EU-Staaten.

Das könnte Sie auch interessieren

Arbeitsprogramm der Kommission für das Jahr 2021: Viel Klima, wenig Mittelstand

20. Oktober 2020

Am heutigen Dienstag, den 20. Oktober 2020, wurde im Plenum das Arbeitsprogramm der Kommission für das Jahr 2021 vorgestellt. Die Sprecher des Parlamentskreis Mittelstand (PKM Europe) Dr. Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU) stellen fest: „Das „Fit für 55”-Paket scheint das Herzstück der Kommissionsarbeit für das Jahr 2021 zu sein. Was auffällt ist, dass…

taz: Konsens über Klimaziele bröckelt

8. Oktober 2020

DVZ: Europaparlament will EU-Klimaschutzziel für 2030 anheben

8. Oktober 2020

Autor: Frank Hütten, EU-Korrespondent der Deutschen Verkehrs Zeitung Bis 2030 soll die EU ihren CO2-Ausstoß um 60 Prozent gegenüber 1990 vermindern. Mit dieser Forderung geht das Europäische Parlament in die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über ein EU-Klimagesetz. Mit dem Gesetz soll vor allem das Ziel rechtsverbindlich verankert werden, dass in der EU 2050 höchstens noch…

Zeit.de: Europaparlament will Klimaziele bis zum Jahr 2030 ausbauen

7. Oktober 2020