LFV Westfalen und Lippe e.V.: Dr. Markus Pieper zu Gast beim LFV
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Auf Einladung des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe e. V. fand am Montagmorgen in der Geschäftsstelle in Münster ein Gespräch mit dem CDU-Politiker Dr. Markus Pieper statt.

Herr Dr. Pieper stammt aus dem Münsterland und ist Abgeordneter des Europäischen Parlaments in Brüssel. Als Angler und Jäger bringt er seine eigenen Erfahrungen mit und kann die Belange der Fischerei auch als Geschäftsführer in der interfraktionellen Arbeitsgruppe “Jagd, Fischerei & Umwelt” des Europaparlaments einbringen. Im heutigen Gespräch standen Fragen im Mittelpunkt, die die Fischerei im Verbandsgebiet beeinflussen aber auch einen europäischen Bezug haben.

Zuerst sprach Johannes Nüsse, Präsident des Fischereiverbandes NRW, unsere Bedenken zum Thema kleine Wasserkraft und fehlende Durchgängigkeit nordrhein-westfälischer Fließgewässer an. Durch sein Hintergrundwissen als Angler konnte Markus Pieper unsere Sorgen teilen und die Argumentation nachvollziehen. Ganz klar stellte er den Konflikt zwischen der Förderung erneuerbarer Energie und den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie heraus. “Das Erneuerare-Energien-Gesetz, welches den Bau von Kleinwasserkraftanlagen betrifft, ist heute nicht mehr europakonform”, so Pieper. Gedacht sei die EEG-Umlage Anfang der 1990er Jahre als Unterstützung für eine neue Form der Energiegewinnung. Damals lag der prozentuale Anteil der erneuerbaren Energien nur bei 1 – 2 %. “Heute ist das bei einem Anteil von 23 % anders und wettbewerbsrechtlich bedenklich”, erklärte Pieper weiter.

Zum schwierigen Thema “Kormoran” konnte MdEP Dr. Pieper leider nicht viel Neues mitteilen. Die EU habe ihre Hausaufgaben gemacht. Die Umsetzung und die Vergabe von Außnahmeregelungen lägen nun bei den Ländern.

Sehr interessiert war der CDU-Politiker an der Situation des Europäischen Aals. Auch wenn im letzten Jahr wieder mehr Glasaale an den europäischen Küsten gefangen werden konnten, sei dies noch kein Indiz für die Erholung der Bestände, erklärte Dr. Michael Möhlenkamp, Geschäftsführer des LFV. Weiter betonte er, dass gerade die Besatzmaßnahmen der Angler für die positive Entwicklung der Aalbestände gesorgt haben. Da die Populationen aber großen Schwankungen unterlägen, könne man noch nicht von einem positiven Trend sprechen. Dies könne nur die Entwicklung der nächsten Jahre zeigen.

Da sich das Europabüro von Dr. Markus Pieper in Münster und auch sein Wahlkreis (Steinfurt) ganz in der Nähe der LFV-Geschäftsstelle befinden, wird es in Zukunft weiterhin einen Austausch über fischereilische Themen geben.

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