Aktualisierung der Industriestrategie verspricht viel
20-03-10 Pieper and Ferber Team pics-31

EU Kommission veröffentlicht die Aktualisierung der Industriestrategie

Mit der Aktualisierung der EU-Industriestrategie möchte die Kommission dem Übergang zur Klimaneutralität und dem digitalen Wandel den Weg bereiten. Die Sprecher des Parlamentskreis Mittelstand (PKM Europe), Dr. Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU), erklären dazu:

„Der produzierende Mittelstand ist ein Herzstück der europäischen Wirtschaftsstärke. Deshalb braucht es gleiches Herzblut für die Industriepolitik wie für die Klimapolitik. Die erfolgreiche Energiewende und der Fortbestand der europäischen Wettbewerbsfähigkeit hängen deshalb davon ab, ob der Wandel zu bezahlbaren Kosten gelingt. Maßstab hierfür sind die Pariser Vorgaben die wir technologieneutral umsetzen, beispielsweise durch wasserstofffähige Gasnetze. Auch für den Mittelstand ist das ein Schlüssel für eine kostenverträgliche Transformation hin zu den erneuerbaren Energien. Die Industriestrategie liefert erste Impulse bei der Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), wie beispielsweise durch die Planung von Maßnahmen gegen Störungen und Schwachstellen in den Lieferketten von KMU. Nichts desto trotz muss sich die Kommission am Ende nicht an der Strategie, sondern am Ergebnis messen lassen.“ sagt Dr. Markus Pieper (CDU), Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe (PKM Europe).

Markus Ferber (CSU), Ko-Sprecher des PKM Europe, fügt hinzu: „Nach nur einem Jahr veröffentlicht die Kommission eine Aktualisierung der Industriestrategie. Das ist nicht gerade nachhaltig, wenngleich die Kommission das anderseits immer zu vom europäischen Mittelstand fordert. Positiv zu bewerten ist, dass die Kommission im Rahmen von InvestEU an Instrumenten zur Kapitalunterstützung und Eigenkapitalfinanzierung für KMU arbeitet. Die besten Vorsätze bringen allerdings nichts, wenn das Geld beim Mittelstand nicht ankommt oder aufgrund bürokratischer Hürden nicht angenommen wird. EU-Geld das mit Bevormundung bei Investitionsfragen verbunden ist, wird keinen Anklang beim produzierenden Mittelstand finden. Auch das geplante, gemeinsame E-Formular für die Entsendung von Arbeitnehmern ist ein wichtiges Signal. Allerdings ist das Problem seit Jahren bekannt, da hätte man auch früher draufkommen können.“

Veröffentlicht in ,

Das könnte Sie auch interessieren

Westfälische Nachrichten: “Große Welt in kleines Dorf geholt”

11. März 2012

NOZ/Westfälische Tagespost: Freiwillige Feuerwehren in Stadt und Landkreis Osnabrück sehen durch EU-Richtlinien ihre Existenz bedroht

3. März 2012

Energy Efficiency: less red tape, more flexibility

28. Februar 2012

The European Parliament has presented a compromise package for the hotly-debated EU Energy Efficiency Directive. The Industry, Research and Energy Committee (IRTE) voted in favour of binding targets for Member States and flexible implementing measures. “We need a lean directive with a high impact. Today’s vote is an appealing offer to the Member States who…

Energieeffizienz: Mit weniger Bürokratie zum Ziel

28. Februar 2012

Zur umstrittenen EU-Richtlinie zur  Energieeffizienz gibt es einen praxisorientierten Kompromissvorschlag aus dem Europaparlament. Der Industrieausschuss sprach sich heute für verbindliche Ziele für die Mitgliedstaaten, aber flexible Maßnahmen aus. “Wir brauchen eine schlanke Richtlinie mit hoher Schlagkraft. Unser heutiges Votum ist ein attraktives Angebot an die Mitgliedstaaten, die sich oft über zu viel Bürokratie beklagen”, sagte der…