„Work-Life-Balance“ ja – nur nicht europäisch.
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Arbeits- und Sozialausschuss stimmt über Vorschläge zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ab.

Der Arbeits- und Sozialausschuss stimmte heute über die Vorgaben zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben (Work-Life-Balance) ab. „Die Vereinbarkeit von Familie und Job wird in Zeiten des Fachkräftemangels immer wichtiger. Aber das europäisch zu regeln, übersteigert zum Teil die Aufgabenbeschreibung der Europäischen Union“, erklärten Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU), Mittelstandssprecher des PKM Europes, ihre grundsätzliche Position.

Die Europäische Kommission hatte im April 2017 einen Richtlinienvorschlag vorgelegt. Vorgesehen waren etwa ein unübertragbarer Rechtsanspruch auf Elternzeit von vier Monaten pro Elternteil, während das Entgelt dem Satz des Krankengeldes entsprechen sollte, sowie ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit. Die Belange mittelständischer Betriebe wurden dabei nur wenig berücksichtigt.

Heute hat der Ausschuss für Arbeits- und Sozialfragen über seine Änderungen abgestimmt: Unabhängig von der generellen Aufgabenkritik stehen die beiden Abgeordneten Ferber und Pieper den Vorschlägen inhaltlich kritisch gegenüber: „Oftmals sind die Ideen gut, wie beim Pflegeurlaub. Ein Recht auf Pflegeurlaub, wenn ein Vertrauter erkrankt ist, geht allerdings zu weit. Einige Ausnahmen für kleine und mittlere Unternehmen gibt es zwar, die allgemeine Richtung widerspricht allerdings dem deutschen Arbeitsrecht und bringt letztendlich nur Planungsunsicherheit für Unternehmen und unnötigen Anpassungsbedarf durch den nationalen Gesetzgeber.“

 

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