Westfälische Nachrichten: Zwei Fragen an den Europa-Abgeordneten Markus Pieper zu unbearbeiteten Asylanträgen
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EU-Parlamentspräsident Schulz (SPD) hat Innenminister de Maizière (CDU) wegen der unbearbeiteten Asylanträge Versagen vorgeworfen. Was sagen Sie dazu? 

-(mel)- Pieper: „Martin Schulz sollte lieber vor seiner eigenen Türe kehren. Er gießt mit seinen ständigen Angriffen zusätzlich Öl ins Feuer der schon lichterloh brennenden Solidarität. Er macht damit genau das, was er de Maizière und Finanzminister Schäuble vorgeworfen hat: Er trägt zur Spaltung in Europa bei. Sein Gerede darüber, dass die Südländer nun die Chance sähen, es Deutschland heimzuzahlen für unsere klare Haltung in der Eurokrise, ist unverantwortlich. Schulz sollte besser mit seinen sozialistischen Freunden reden, die in Griechenland die Außengrenzen nicht sichern und in Frankreich gegen EU-Schuldengrenzen verstoßen. Das führt Europa an seine Grenzen – und nicht Wolfgang Schäuble“.

Europa ist in keinem guten Zustand… 

Pieper: Nein, wirklich nicht. Wir stehen vor großen Herausforderungen in der Flüchtlingskrise, im Kampf gegen den Terror. Der Rechtsruck in Polen und nun in Frankreich erleichtert die Lage nicht. Aber ohne die EU wären diese Herausforderungen doch gar nicht zu meistern. Wir müssen die Schengen-Außengrenzen endlich vernünftig sichern, damit wir ein Europa ohne innere Grenzen erhalten können. Stellen Sie sich nur einmal vor, was es für die Wirtschaft des Münsterlandes bedeuten würde, wenn an der Grenze zu den Niederlanden wieder kontrolliert würde. Ich habe kürzlich wegen der Kontrollen bereits zwei Stunden an der französischen Grenze gestanden…(mel)

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