Mehr Wachstum und Arbeitsplätze durch Kapitalmarktunion
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Die Kommission veröffentlicht heute ihre Vorschläge zur Stärkung der Kapitalmarktunion. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) soll der Zugang zu unterschiedlichen Finanzierungsquellen erleichtert werden. “Wir begrüßen die Initiative des EU-Finanzmarktkommissars Jonathan Hill, den Binnenmarkt für Kapital zu stärken und damit grenzüberschreitende Investitionen zu fördern. Allerdings darf es nicht das Ziel sein, das angelsächsische Modell zu übernehmen. Wir haben bewährte Strukturen der Unternehmensfinanzierung in Deutschland. Firmenkredite, die den Großteil der KMU-Finanzierung in Deutschland ausmachen, können und sollten nicht einfach ersetzt werden. In Regionen, in denen die Bankenfinanzierung trotz niedriger Zinspolitik nicht richtig funktioniert, können die Vorschläge Hills aber eine Ergänzung sein”, so Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU), die Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe.

Die Vorschläge der Kommission finden sich in einem sogenannten Grünbuch. Etwa schlägt Hill vor, einen vereinfachten europäischen Rechnungslegungsstandard für mittelständische Unternehmen zu entwickeln. Auch will Hill eine neue EU-Richtlinie für Verbriefungen vorschlagen, damit es in der EU zu einheitlichen Standards komme und KMU dieses Instrument stärker nutzen. Zudem soll die EU-Prospektrichtlinie überarbeitet werden. Sie regelt, wann ein Börsenprospekt herausgegeben werden und welche Informationen es enthalten muss.

Auch in anderen Bereichen sollen nationale Gesetze angeglichen werden. Auf der Basis des Grünbuchs findet eine Konsultation mit Interessenvertretern statt. Bis zum dritten Quartal 2015 wird die Kommission die eingereichten Beiträge auswerten und einen Aktionsplan zur Kapitalmarktunion vorstellen.

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