Die Glocke: “Überzogener Datenschutz kann gefährlich sein”
artikelbild_Die_Glocke_80x100

Füchtorf (ca). Wolf-Rüdiger Völler, Vorsitzender des CDU Stadtverbands Sassenberg-Füchtorf, nutzte den kommunalpolitischen Frühschoppen am Sonntagvormittag im Wappensaal von Schloss Harkotten zunächst, um den Parteimitgliedern ein frohes neues Jahr zu wünschen. Willkommen hieß er den CDU-Europaabgeordneten Dr. Markus Pieper. „Was erwartet das Münsterland von der Europapolitik 2015?“ lautete das Thema, zu dem Dr. Pieper dann Stellung bezog.

„Nach dem Attentat in Paris machen sich die Menschen Sorgen, wie es in der EU weitergeht“, betonte Dr. Pieper und sprach offen über die Notwendigkeit eines Fluggastabkommens mit den USA. Noch wichtiger sei ein Reiseabkommen mit der Türkei. Die Beschleunigung neuer Gesetzgebungen durch die jüngsten Attentate ist seiner Meinung nach notwendig, eine Blockade durch überzogenen Datenschutz gefährlich. „Wir müssen die EU-Außengrenzen gezielt kontrollieren, um Reisebewegungen von Terrorverdächtigen verfolgen zu können.“ Von den Muslimen in Europa erwartet Dr. Pieper, dass diese deutliche Zeichen gegen Terror und islamistische Gewalt setzen. „Der schlimmste Feind der Islamisten sind tolerante Muslime, die überwiegend einen europäischen Islam leben“. Das müsse man zur Kenntnis nehmen und entsprechend umsetzen.

Auch auf die Frage, wie das Münsterland aktuell von der EU profitieren könne, wusste Dr. Pieper Antworten. Bis 2020 würden 300 Millionen Euro in die Region fließen, etwa in Tourismusförderung, Hochschulen und den Ausbau der Schienenstrecke.

Gerne nutzten die CDU-Mitglieder im Anschluss das Angebot, Fragen zu diskussionsbedürftigen Themen zu stellen. Eine Schlossführung durch Myriam Freifrau von Korff mit Besichtigung der Wandmalereien Philipp Bartschers („Die Glocke“ berich- tete) in den einzelnen Zimmern rundete die Veranstaltung ab.

Veröffentlicht in

Das könnte Sie auch interessieren

REDE: Stimmerklärung zur Verschwendung von Lebensmitteln

19. Januar 2012

Antibiotikaresistenz: EU-weite Zusammenarbeit notwendig

12. Januar 2012

Der Europaabgeordnete aus dem Münsterland, Markus Pieper (CDU), befürwortet den Plan der Europäischen Union,  zukünftig noch stärker im Kampf gegen Antibiotikaresistenz zusammenzuarbeiten. “Die sichere Wirkung eines Antibiotikas ist lebenswichtig. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten ist dabei ein Muss”, so Pieper. Dies gelte für den Einsatz von Antibiotika in der Human – sowie der Veterinärmedizin. Denn die…

ANTWORT: Regelung für zur Kommission abgeordnete oder sich zu Zwecken der beruflichen Weiterbildung bei der Kommission aufhaltende nationale Sachverständige

5. Januar 2012

ANTWORT: Bekämpfung der klassischen Schweinepest

3. Januar 2012