Duale Ausbildung: kein Einheitsbrei durch die EU!
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Der Parlamentskreis Mittelstand Europe warnt vor neuen Kompetenzen der Europäischen Kommission in der beruflichen Bildung. Die Kommission wird im kommenden Jahr detaillierte Vorgaben zur Berufsanerkennungsrichtlinie veröffentlichen. “Wir befürchten, dass sie dabei zu sehr auf europaweit einheitliche Ausbildungsinhalte abzielt. Es muss aber um die Vergleichbarkeit von Berufen gehen. Wir erwarten keine einheitlichen Berufsbilder. Die Kommission würde sonst zu sehr in nationale Bildungssysteme eingreifen. Der Erhalt und das Entstehen dualer Ausbildungsstrukturen wären gefährdet. Statt bildungspolitischem Einheitsbrei sollte die Kommission den Mitgliedsstaaten weiterhin den Ausbau dualer Strukturen – gerade in wachstumsschwachen Ländern – ermöglichen”, fordern Markus Pieper (CDU) und Markus Ferber (CSU), die Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand Europe.

Darüber hinaus standen jetzt die von der Kommission angestrebten Liberalisierungsmaßnahmen bei Berufszugängen im Mittelpunkt des Treffens des Parlamentskreises Mittelstand Europe mit Kommissar Günther Oettinger in Straßburg. 95 % der Auszubildenden im Handwerk werden in meisterpflichtigen Berufen ausgebildet. “Deswegen darf die Kommission Berufszugänge wie den Meisterbrief nicht in Gefahr bringen. Damit stünde auch die duale Berufsausbildung auf wackligen Beinen”, so die beiden Mittelstandssprecher.

Sowohl auf dem CDU-Bundesparteitag als auch auf dem CSU-Parteitag vergangene Woche wurde das Thema duale Berufsausbildung und der vom PKM Europe initiierte Antrag “Duale Ausbildung erhalten und fördern” aufgegriffen und die Stärkung der dualen Ausbildung beschlossen.

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